Diabetes steht nicht auf dem Wunschzettel

Dezember 16, 2016 |

Die Weihnachtszeit dank guter Injektionstechnik genießen

Weihnachten und Diabetes mellitus müssen keine Gegensätze sein. Diabetespatienten können ohne Reue schlemmen und müssen nicht auf Plätzchen, das Festessen oder das Glas Wein verzichten. Wie so oft im Leben kommt es aber auch hier auf das richtige Maß an. Und natürlich hilft es, ein paar Grundregeln zu beachten. Durch das üppige Essen an den Festtagen sollten etwa neben den Kohlehydrateinheiten (KHE) auch die Fett-Protein-Einheiten (FPE) bei der Insulindosierung berücksichtigt werden. Zusätzlich helfen eine gute Injektionstechnik und die Einhaltung des individuellen Spritz-Ess-Abstands (SEA) dabei, eine Entgleisung des Blutzuckers zu vermeiden.

Weihnachten und Diabetes mellitus

Genussvolle Weihnachten trotz Diabetes (© Dar1930/fotolia)

Festtagsstress, Alkohol und weihnachtliche Leckereien

Weihnachten ist das Fest der Besinnlichkeit. Viel zu häufig zeigt sich jedoch genau diese Zeit des Jahres als stressigste. Ein wichtiges Stichwort für alle Menschen ist „Achtsamkeit“. Besonders gilt dies aber für Diabetespatienten, denn Stress treibt nachweislich den Blutzuckerspiegel nach oben. Deshalb: Möglichst viel Stress aus dem Alltag und den Weihnachtsvorbereitungen rausnehmen.
Bei Alkohol ist Vorsicht geboten aufgrund der Gefahr einer Hypoglykämie, die sich ab einem Blutalkoholspiegel von 0,45 Promille einstellen kann. Auf den Glühwein oder heißen Hugo muss man dennoch nicht verzichten, solange man den Alkohol in Maßen genießt und eine kohlenhydratreiche Mahlzeit voranstellt. (vgl. Mit Diabetes genussvoll durch die Festtage)

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, die typischen Weihnachtsleckereien, wie Plätzchen, Lebkuchen, Bratapfel, und ein gutes Festtagsessen zu genießen (vgl. Naschen in der Weihnachtszeit). Ein Übermaß an Zucker, Fett und Eiweiß ist jedoch auch für Nicht-Diabetiker ungesund. Bei ihren Insulininjektionen sollten Diabetiker deshalb für das üppige Festtagsessen neben den berechneten BE zusätzlich die FPE – Fett-Protein-Einheiten berücksichtigen.

 

Spritz-Ess-Abstand kein alter Hut

Der Abstand zwischen einer Injektion mit Normalinsulin vor einer Mahlzeit lag vor der Einführung von ultraschnell wirksamen Insulinanaloga zwischen 15 und 30 Minuten. Mit deren Anwendung fällt der Abstand zwischen Insulininjektion und Mahlzeit, der Spritz-Ess-Abstand (SEA), deutlich kürzer aus oder entfällt komplett. Dies ist jedoch von Diabetiker zu Diabetiker unterschiedlich. Der SEA muss individuell auf Basis des verwendeten Insulinpräparats und dem aktuellen Blutzuckerwert bestimmt werden, um einen überschießenden postprandialen Anstieg des Blutzuckers zu vermeiden. Daher ist ein zuverlässiger Umgang mit dem SEA generell, aber natürlich besonders in der Weihnachtszeit, wichtig und sollte in der Injektionstherapie nicht vernachlässigt werden.

 

Regelmäßiger Nadelwechsel für eine optimierte Injektionstherapie

Für eine optimale Blutzuckerkontrolle in der Weihnachtszeit ist der sorgfältige Umgang mit Insulinpen und Pennadeln wesentlich, um eine falsche Dosierung des Insulins zu vermeiden. Die Wiederverwendung von Pennadeln kann zu verschiedensten Problemen führen. Die Nadel kann nach mehrfachem Gebrauch durch das Insulin verstopfen. Luftblasen können durch wiederverwendete Pennadeln in die Ampulle gelangen oder Insulintröpfchen können bereits ungewollt vor der eigentlichen Injektion austreten.(1) Mit Unifine Pentips Plus hat Owen Mumford eine innovative Pennadel mit einem praktischen Kombi-System zum sicheren Entsorgen der Nadel entwickelt. Die Unifine Pentips Plus wird nachweislich um 61 Prozent häufiger gewechselt als eine herkömmliche Pennadel.(2) Dies führt zu einer besseren Wirkung der Injektionstherapie. Und trägt dazu bei, dass Diabetespatienten die Weihnachtszeit ohne Reue genießen können.

Weihnachten und Diabetes mellitus - regelmäßiger Nadelwechsel unterstützt eine optimale Insulindosierung

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Diabetes steht nicht auf dem Wunschzettel

 

1. I.V. Misnikova et al. The risk of repeated use of insulin pen needles in patients with diabetes mellitus. Journal of Diabetology, February 2011; 1:1.
2. HRW 2014. Impact of Unifine® Pentips® Plus on pen needle changing behaviour amongst people with diabetes medicating with injectable formats.

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